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Beiträge zur Seekasse stoppen  

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Walter1000
(@keine Angabe)

Hallo zusammen,

ich habe zurzeit das Vergnügen unter dem Bundesadler zu fahren. Mir werden nun von meinem AG aber Beiträge für die Seekasse abgezogen. Ich bin aber leider weit davon entfernt die Voraussetzungen für die Seemannsrente zu erfüllen. Kann man da so ohne weiteres austreten? Wie sind eure Erfahrungen?

Zitat
Veröffentlicht : 14. März 2016 12:19
Kielpilot
(@keine Angabe)

Seekasse ... nein, da wirst Du wohl im Rentenalter eine (je nach Dauer Deines Verweilens unter dem "Adenauer" größere oder kleinere) Rente aus Deutschland beziehen "müssen"!

Ist aber ja vielleicht auch nicht ganz verkehrt ... bisweilen sogar ganz lustig. Ich kenne einen, der begann noch bei der österreichischen Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft. Allerdings war er dort nur kurz ... und nun bekomt er monatlich eine kleine österreicheische Rente. Er geht davon einmal im Jahr mit seiner Frau schön essen!

Etliche Deutsche, die früher unter skandinavischen Flaggen fuhren, erhalten ebenso heute schöne "Zusatzrenten".

Allerdings ... kann es sein, daß Du nicht die "Seekasse" meinst, sondern die "Seemannskasse" ... die ist tatsächlich für ein geplantes Übergangsgeld deutscher Seeleute bei früherem Ruhestandsreintritt, und dort gibt es, glaube ich, auch die Möglichkeit auszutreten.

Einfach mal bei der "Knappschaft" ( 😕 ) anrufen.

Oh Mann ... "Knappschaft" ... ich trauere immer noch der feinen See-Krankenkasse nach!

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. März 2016 1:24
Walter1000
(@keine Angabe)

Hallo Kielpilot,

ja stimmt. Ich meine natürlich die Seemannskasse. Prinzipiell habe ich gegen eine Zusatzrente, sei es groß oder klein, nichts einzuwenden. Aber die Vorraussetzungen sind für mich, glaube ich nicht mehr zu erreichen. Ich werde die Tage mal bei der Knappschaft anrufen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. März 2016 6:34
bythewind
(@bythewind)
Moderator

Ich hatte auch versucht, auszutreten. Sie haben mir dann nachgewiesen, dass ich, wenn ich bis zum Renteneintritt mit dt Arbeitsvertrag beschäftigt bin ( wohlgemerkt ohne Krankheitszeiten oder Arbeitslosigkeit ) schliesslich doch den Anspruch erwerben kann, die letzten 2 Monate vor meinem 67. Geburtstag Seemannsrente zu beziehen. Ich muss deshalb weiter einzahlen, auch wenn es äusserst unrealistisch ist, dass ich den Anspruch erwerbe.

VG, Bärbel.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. März 2016 8:23
Walter1000
(@keine Angabe)

Na das sind ja tolle Aussichten. Aber ist das denn eine Pflichtversicherung? Ich bezahle doch auch ganz normal meine gesetzliche Rentenversicherung. Wie ist das denn gesetzlich aufgehängt? Das werden aber teure 2 Monate für dich! 😯

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. März 2016 9:20
dipl777
(@keine Angabe)

Hallo Walter

Ich habe am 12.2.2007 mit Wirkung zum 7.8.2006 einen Bescheid zur Befreiung von der Beitragspflicht zur Seemannskasse bekommen. (Ich bin erst spät mit der Seefahrt angefangen, so daß rechnerisch keine 20 Jahre bis zur Rente zusammenkommen konnten.)

Deine persönliche Situation und die aktuellen Bestimmungen heute kenne ich natürlich nicht; beantrage das einfach mal und warte geduldig ab.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. März 2016 22:42
Marktschreier
(@keine Angabe)

Ein Arbeitskollege von mir geht dieses Jahr mit Hilfe der Seemannskasse in Frührente. Für ihn haben sich die Beiträge wohl gelohnt. Da ab dieses Jahr immerhin satte 2% für den "Spaß" fällig sind werde ich allerdings versuchen dort auszutreten. Die Wahrscheinlichkeit in irgendeinen Genuss irgendwelcher Zahlungen zu kommen ist bei den meisten Seeleuten sicherlich ohnehin sehr gering und der Großteil der Beiträge wird für die Selbstverwaltung der Behörde genutzt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 31. März 2016 14:10
michael kuhfeld
 michael kuhfeld
(@michael kuhfeld)
Gast

Hallo zusammen,

bei mir wurden auch diese Beiträge abgezogen obwohl ich als Seiteneinsteiger nie die 20 Jahre schaffen konnte. Nach einigen Jahren machte mich die Reederei darauf aufmerksam dass man einen Antrag auf Befreiung stellen kann. 6 Monate Bearbeitungszeit und er wurde genehmigt. Die Beiträge ab Antragsstellung wurden zurückgezahlt. Bei der Reederei wohl nicht. Ich stehe jetzt mit der Knappschaft vor Gericht da ich davon ausgehe dass mir auch die davor gezahlten Beiträge zustehen. Aus meiner Sicht hätten sie das sehen müssen. Kein Vertrag zwischen Firmen und Privat ist in Europa ohne Rechtsbelehrung gültig. Auch kein Vertrag der eine Seite vom Nutzen von vornherein ausschließt. Da mein Schiff nahtlos vom öffentlichen Dienst in eine Reederei übergegangen ist und sich für mich eigentlich nur der Briefkopf auf dem Lohn-Heuerschein geändert hat musste ich nicht zwangsläufig auf die Falle der Wartezeit stoßen. Im November ist Anhörung vor Gericht. Bin auch gespannt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 18. August 2019 17:54

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