Begriff:Selbstenzündliche Stoffe, Gefahrenklasse 4.2

« Zurück zur Enzyklopädie

Feste und flüssige Stoffe, die dazu neigen, sich zu erhitzen und selbst zu entzünden
– Alle brennbaren Stoffe verbinden sich auch bei niedrigen Temperaturen mit Luft (Oxidation)
– Dabei wird Wärme frei
– Wird normalerweise an die Umgebung ab gegeben (Leitung, Strömung)
– Bei selbstsentzündlichen Stoffen Nur ein Teil der entstehenden Wärme wird an die Umgebung abgegeben
– Oxidation beschleunigt sich
– Temperaturerhöhung um 10 Grad Oxidation um das 2 bis 3fache beschleunigt
– Zeitraum bis zur Selbstentzündung unterschiedlich
– Minuten weißer Phosphor
– Stunden Leinöl
– Tage Nitrolack
– Wochen Heu
– Monate Braunkohle
Während der Anlaufzeit

– Temperatur 50 bis 80 Grad
– Dann plötzlicher Anstieg
– Ab 90 Grad Brandgefahr

Bei pflanzlichen Stoffen

– Ursache der Selbsterhitzung können Bakterien oder Pilze sein.
– Manche solcher Reaktionen auch in Abwesenheit von Sauerstoff Gärung
– Meist Mikroorganismen leiten die Selbstentzündung nur ein. Mit dem Anstieg der Temperatur beginnen rein chemische ReaktionenStoffe, die zur spontanen Selbstentzündung neigen
– weißer Phosphor
– Metallalkyle
Aluminuimalkyle
Magnesiumalkyle
Zinkalkyle
Lithiumalkyle

Selbstendzündliche Massengüter
– Steinkohle (Selbsterhitzung vom S-Gehalt abhängig)
– Kopra (Tätigkeit von Schimmelpilzen)
– Maisschrot
– Fischmehl
– Preßrückstände von Ölsaaten

Schreibe einen Kommentar