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Warum noch Sextant  

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VH
 VH
(@keine Angabe)

Moin!
Wir wollen den Sextanten ja nicht ganz sterben lasen, dewegen greife ich das Thema noch mal auf.
Dies ezSights App scheint ja wirklich ganz gut zu sein.
Habe mal auf Gockel-Play geschaut, ob es was entsprechendes für Android gibt. Gibt es, natürlich. Es heisst [b:843e93f520]Nautical Calcuator[/b:843e93f520] und gibt es hier:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.navimatics.app.celnav
Hat zufällig jemand damit Erfahrungen?
So rein hobbymäßig? 😉

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Veröffentlicht : 19. Oktober 2015 20:36
Andrej
(@andrej)
Admin

Moin,
ezSights sieht super aus! Werds an Bord mal ausprobieren, wenn ich Zeit habe. Danke für den Tipp

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Oktober 2015 12:07
ZurSonne
(@keine-angabe-6)

@Rustyn:

Vor ca. 3 Wochen gab es ein NATO-Manöver über mehrere Tage im Belt höhe Langeland bis vereinzelt nach Skagen. Mit dabei waren Dänen, Schweden, Niederländer, Deutsche u. dgl..
In der Kieler Schleuse kam eine Marineoffizierin der Holländer an Bord und informierte uns, dass das GPS-Signal, während unserer Passage nach Norden, zeitweilig manipuliert werden könnte. Im Prinzip kommt man durch den Belt sehr gut mit Landmarken und Seezeichen durch, also war das kein Problem, aber es zeigt einem doch wieder mal die Grenzen von dem kleinen Gerät, dass immer so fleißig Länge und Breite ausspuckt.

[/quote]

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Veröffentlicht : 22. Oktober 2015 10:48
Hardi
(@keine-angabe-5)

Moin Moin,
Lese gerade im "der Standart" (Oestereichische Zeitung im Internet) dass seit 2015 die Amerikanische Navy wieder ihre Kadetten am Sextant ausbildet.

Artikel heist "Moderne Kriegsfuehrung mit dem Sextanten".

Cheers - Hardi

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Veröffentlicht : 31. Januar 2018 19:59
Andrej
(@andrej)
Admin

Moin,

auch Nautiker werden nach wie vor in Astronavigation ausgebildet.

Es muss sich nicht unbedingt um den Kriegsfall handeln, bei dem GPS-Jammer zum Einsatz kämen, sondern es kann ja auch ganz profan mal ein Sonnensturm für mehrere Tag das System lahmlegen.

vg

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Veröffentlicht : 31. Januar 2018 23:39
CarlosHSDG
(@carloshsdg)

Sextant ist das einzige sichere Back-up. Es ist ja nicht solange her das Glonass über nahezu 24 Std.

komplett ausgefallen ist. Kann auch mit GPS passieren. Oder selbst im größeren Umkreis eines Krieggebietes kann es so gestört werden durch Jamming das es unbrauchbar ist.

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Veröffentlicht : 19. Februar 2019 18:59
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seahawk
(@Joachim Lehmer)

Nach 10 Jahren Seefahrt wechselte ich in die Erdölförderung und war ca 14 Jahre in der Sahara. Anfang der 2000er wurden unsere Fahrzeuge mit GPS ausgestattet. Das Ankommen war nicht immer garantiert - technisch bedingt, verfälscht durch Militäreinsätze oder oder.
Daher kann ich nur empfehlen, auch althergebrachte Hilfsmittel alternativ parat zu haben.

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Veröffentlicht : 5. März 2019 18:47
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UrsaMaior
(@ursamaior)

Moin,
die vorangegangenen Beiträge liegen ja nun schon eine Weile zurück. Inzwischen liegen neue Erfahrungen mit der Satellitennavigation vor. Es geht in Zukunft wohl nicht mehr um die Frage, ob GPS, Glonass, Galileo etc. ausfallen, sondern darum, daß sie aus militärischen oder kriminellen Gründen sabotiert oder verfälscht werden (von Spoofing hatte ich 2007 jedenfalls noch nichts gehört). Da ist man mit der Astronavigation als Ersatzbetriebslösung nicht schlecht beraten. Inzwischen hat auch die US-Navy wieder eine "Basisversion" für ihre Nautiker vorgesehen. Der folgende Artikel "Naval Academy Reinstates Celestial Navigation", siehe

https://www.theepochtimes.com/naval-academy-reinstates-celestial-navigation_1888810.html

Aber es gibt noch mehr Gründe, sich mit Astronavigation zu beschäftigen. Es bewirkt nämlich ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen in sphärischer Geometrie, was einem durch den Blick auf das ECDIS allein nicht geboten wird. Und auf langen transatlantischen Reisen ist es außerdem gut gegen das geistige "Einrosten" - vor allem, wenn die Lösung mit traditionellen logarithmischen Tafeln (Norie, Fulst, Rose) erfolgt.

Letztlich macht es auch Spaß, einfach mal zu sehen, wie genau man die Höhenmessungen hinkriegt. Ich bin daher vor rd. zehn Jahren dazu übergegangen, an Stelle der Standlinienkonstruktion auf der Papierseekarte als Koppelort den GPS-Ort einzusetzen (normalerweise funktioniert das ja). Die damit ermittelte Höhendifferenz ist dann ein unmittelbares Maß für die Qualität der Höhenmessung (im Idealfall = 0,0'). Meine persönliche Statistik weist eine Standardabweichung von 0,7' aus. Astronavigation ist also zumindest auf Großseglern und Handelsschiffen sehr viel genauer möglich, als es so gemeinhin in der Literatur propagiert wird.

Gruß, Franka-Maria

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Veröffentlicht : 18. November 2019 21:10
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